Quotengeile Sueddeutsche.de

Früher war die Online-Ausgabe der Süddeutschen noch eine verlässliche Quelle für Nachrichteninhalte. Scheinbar war die Quote nicht sexy genug oder die Produktionskosten zu hoch. (Wir erinnern uns an den geplatzten Plan, sueddeutsche.de in Tschechien produzieren zu lassen.) Und so schielte man ganz offensichtlich in Richtung Spiegel Online, der boulevardesken Quotensau in der Online-Nachrichten-Welt. Seit etwa einem Jahr wird sueddeutsche.de immer flacher, unaktueller und unterhaltsamer – ganz wie das Vorbild.

Inzwischen nerven mich die inhaltsarmen Artikel auf sueddeutsche.de nicht mehr. Nur noch ab und zu. Zum Beispiel heute:

Der Autor Christian Kortmann macht sich in einem Artikel über die Fans von Tokio Hotel lustig. Als Opfer muss ein Mädchen herhalten,
das sich in einem youtube-Video über die Anfeidungen gegenüber Tokio Hotel beschwert.

Dass solche Videos im Netz herumgeistern und sich User darüber lustig machen, ist nichts Neues. Neu ist nur, dass eine Online-„Qualitätszeitung“ wie die Süddeutsche nicht einmal mehr NEON-Qualität erreicht, und das ist schon verdammt arm.

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